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Comtois


Herkunft
Der Comtois, den wir heute kennen, soll von den Pferden abstammen, die von den Burgundern um das 4. Jhdt. eingeführt wurden und baut auf der Grundlage einer großen germanischen Rasse auf. Der Comtois scheint lange als Deckhengst für Burgunder Pferderassen eingesetzt worden zu sein und diente in zahlreichen k.u.k. Heeren als Schlachtroß. Im 19 Jhdt. kam es zunächst zu Kreuzungen mit Normand-, Boulonnais- und Percheron-Pferden. Ab 1905 entwickelte sich der Comtois durch den Einsatz kleiner Ardenner-Hengste zu einem stärkeren Typ mit festeren Gliedmassen. Seit 1925 erfolgte die Selektion reinrassig und ergab ein leichtes, insgesamt harmonisches Zugpferd.

Exterieur
Der Comtois ist kleiner (1,50 bis 1,60 m Widerristhöhe) und leichter (600 bis 850 kg): ein kurzliniger Kaltblüter. Kopf im Rechteckformat, waches Auge, kleine, gut angesetzte, sehr bewegliche Ohren. Gerader, gut bemuskelter Kamm. Gut ausgeprägter Widerrist, breites Schulterblatt, gute Brusttiefe, runde Rippung. Kurze Lendenpartie, gut angesetzt, breite Kruppe, tiefe Behosung. Starke Gelenke, klare Sehnen, trockenes, kräftiges Fundament, Vor- und Hinterhand mittellang, korrekt, gut gewinkelt. Farbe: Fuchs, Brauner, vorwiegend mit heller Mähne.

Zuchtgebiet
Das Hauptzuchtgebiet liegt in Franche-Comté, genauer im Haut-Jura. Da befindet sich der räumliche Tätigkeitsbereich des Zuchtgestütes Besancon. Die Comtois-Zucht hat sich jedoch stark ausgebreitet und erfaßt nun auch das Zentralmassif, die Pyrenäen, die Alpen, d.h. alle Berglagen, wo sich der Comtois wie zu Hause fühlt, so ausdauernd, robust und trittsicher ist er im schwierigen Gelände. Eine große, aufsehenerregende Leistungsschau findet jeden Herbst in Maiche im Department Doubs statt; dabei kann der Comtois im Zuge von Zuchtleistungswettbewerben und Reit- und Fahrsport-Veranstaltungen unter Beweis stellen, wie leistungsbereit, energisch und ausdauernd die Comtois-Rasse ist. Unter den Zugpferden hat die Comtois-Rasse den zweitgrößten Bestand.

Einsatzmöglichkeiten
Der Comtois ist weiterhin für Zugleistungen sehr beliebt (Holzschliff in den hochgelegenen Tannenwäldern des Jura, Winzerarbeiten auf den Steilhängen des Weinbaugebiets um Arbois).
Die Comtois-Rasse wird auch auf Fleischleistung gezüchtet und bietet eine gute Schlachtkörperausbeute mit wohlschmeckendem Fleisch. Der Comtois ist ideal für schwierige Bedingungen geeignet, seine Züchtung findet häufig in ganzjähriger Weidehaltung mit Natursprung statt. So werden hervorragende Nachzuchtresultate erzielt. Dennoch hat er nichts von seinen besonderen Merkmalen als Wagenpferd verloren. Das macht ihn wohl für die Forstwirtschaft, auch auch für das Fahren in der Freizeit so beliebt.