zurück zur StartseiteDiverse Kaltblutrassen

Bretone


Herkunft
Die keltischen Steppenpferde gelten als Vorahnen des Pferdebestandes, der seit langem im Herzen der bretonischen Berglandschaft lebt. Zur Zeit der Kreuzzüge kam es zu Einkreuzungen von Stuten und Hengsten orientalischer Herkunft in die einheimische Rasse und so entstand das bretonische Saumtier. Im ausklingenden Mittelalter gab es zwei Breton-Typen, nämlich die Lastpferde aus dem Norden der Bretagne, und die Tragpferde, die von den Saumtieren abstammten, feiner und schlanker als der nordbretonische-Typ. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte kam es bis zum 19. Jhdt. zu zahlreichen Einkreuzungen mit ausländischen, aber auch französischen Pferderassen. Somit ließ sich die Pferdezucht dem wirtschaftlichen Bedarf jeder Epoche anpassen.
Hervorragende Resultate ergab die Kreuzung mit englischen Norfolk-Hengsten zu Ende des 19. Jhdt. So entstand nämlich das bretonische Postpferd, das die Bretagne über die Grenzen hinaus berühmt machte. Diese Beliebtheit drückte sich durch einen regen Ausfuhrhandel mit zahlreichen Ländern aus (Süd-Amerika, Spanien, Italien, Japan, usw.).

Exterieur
Beim Breton sind die Rassemerkmale heut: Farbe, Rotfuchs, u.U. Brauner oder rotgrauer Schimmel; mittelgroß: durchschnittlich 1,58 m (je nach Typ von 1,52 bis 1,63 m); Kopf im Rechteckformat, mittelgroß, breite Stirn, gerader Nasenrücken, manchmal breitflächig, weite Nüstern, waches Auge, kleine Ohren, starker, leichter Stehkamm, eher kurz; starker jedoch überbauter Widerrist, breiter, bemuskelter kürzerer Rücken, breite gespaltene Kruppe, runde Rippung, etwas längere Schulter, sehr stark bemuskelte Behosung, Röhren kurz und trocken.
Beim Breton lassen sich zwei Typen unterscheiden:
• Breton Zugpferd, schwer und mächtig, mit einem Gewicht zwischen 900 und 950 kg und einer Größe von 1,57 bis 1,60 m. Ein starkes, gut bemuskeltes, gedrungenes, kompaktes, niedriges Kaltblut;
• Breton Postpferd, mit exzellentem Bewegungsablauf, dem gleichgroßen Zugpferd sehr ähnlich, jedoch schöner, edler und etwas leichter: 750 bis 900 kg.

Zuchtgebiet
Das Hauptzuchtgebiet liegt in der Bretagne und umfaßt somit die Tätigkeitsbereiche der Zuchtgestüte Hennebont und Lamballe sowie einen Teil von La Roche sur Yon.
Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften zählt der Breton zu den Zugpferderassen mit dem größten Bestand und verbreitete sich sowohl in ganz Frankreich, als auch im Ausland. Zahlreiche Länder, wie z.B. Japan, Italien und Spanien importieren jährlich an die 200 Breton-Pferde.

Einsatzmöglichkeiten
Der Breton ist so zugkräftig, robust und arbeitswillig, daß er weiterhin als Zugpferd in Kleinbetrieben, wie Gemüsegärtnereien oder für die Seegras-Ernte sehr beliebt ist. Auch als Mastpferd ist der Breton sehr beliebt, da er einen Schlachtkörper mit hoher Ausbeute und qualitativ hochwertigem Fleisch besitzt.
Der Breton dient häufig als Deckhengst in Zuchtgestüten. Dazu kommt, daß der Breton mit seinem energischen Bewegungsablauf und Arbeitswillen ein ideales Wagenpferd für den Freizeitbereich ist und von eingeweihten Lizenzfahrern, aber auch von Amateuren bei Gespann-Fahrbewerben verwendet wird.